Neue Verpackungsentsorgung überfällig

13.04.2010
Hintergründe für aktuelles Positionspapier | Fritz Flanderka im Interview mit Wasser und Abfall
Wiesbaden, 13.04.2010. In einem gemeinsamen Positionspapier haben die kommunalen Spitzenverbände, die Verbände der privaten und kommunalen Entsorgungswirtschaft sowie der Bundesverband Dualer Systeme Deutschland (BDSD) am 28. Januar 2010 in Berlin eine neugeordnete Verpackungsentsorgung gefordert. Die Redaktion der Fachzeitschrift
Wasser und Abfall aus dem Wiesbadener Vieweg+Teubner Verlag hat daraufhin Dr. Fritz Flanderka, Geschäftsführer der Kölner Reclay Group, Mitautor des Positionspapiers und Mitverfasser eines Kommentars zur Verpackungsverordnung, über die Hintergründe, Ziele und Konsequenzen dieser ungewöhnlichen Initiative befragt.
Obwohl die 5. Novelle der Verpackungsordnung gerade erst in Kraft getreten ist, kommt nun schon die Forderung nach einer grundlegenden Neuordnung der Verpackungsentsorgung. Denn auch die aktuelle Novelle hat nach Ansicht von Fritz Flanderka die strukturellen Schwächen des bisherigen Regelungsansatzes nicht beseitigt. In Zukunft soll nicht mehr nach unterschiedlichen Verpackungsarten unterschieden werden. Zudem will Flanderka den Kommunen die Verantwortung bei der Steuerung der Erfassung von Verpackungsabfällen geben. Ziel sei der faire Wettbewerb zwischen kommunalen Unternehmen, privater Entsorgungswirtschaft und Systembetreibern.
Grundproblem sei aber vor allem die finanzielle Sicherheit des Systems, da die "Marktmenge" für duale Systeme insgesamt kontinuierlich gesunken sei. Bisher leide das System auch darunter, dass die Umsetzung der Hersteller-Verantwortung schwierig ist, da man die Hersteller oft nicht identifizieren könne. Eine elektronische Registrierung soll in Zukunft Abhilfe schaffen.
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Wasser und Abfall, herausgegeben vom , berichtet über aktuelle Entwicklungen aus den thematischen Bereichen
Abfallwirtschaft | Bodenschutz | Altlasten, Abwasser | Gewässerschutz, Trinkwasser | Grundwasserschutz und Wasserwirtschaft | Wasserbau. Das der zehnmal jährlich erscheinenden Fachzeitschrift kostet 149,- Euro. Der Preis für eine 1/1 Seite in 4c beträgt 3.022,- Euro.
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